Clubjungtierschau des Blauen Holicer Club Thringen

Bericht von der Clubjungtierschau des Blauen Holicer Club Thüringen 2025

 

Am 28. und 29. Juni fand in Dienstedt die Clubjungtierschau des Holicer Club Thüringen statt. Die Schau wurde, wie jedes Jahr durch den 2. Vorsitzenden des Clubs Marco Werner herausragend organisiert. Der Holicer Club schloss sich der 9. Offenen Jungtierschau des KZV Dienstedt an. Auf der Schau wurden insgesamt 172 Rassekaninchen von Züchtern aus drei Landesverbänden gezeigt. Der Holicer Club Thüringen zeigte 44 Tiere. Aufgrund der hohen Außentemperaturen fehlten leider vier Kaninchen. Bewertet wurden die Clubtiere vom erfahrenen Preisrichterkollegen Thomas Reusche. Sechsmal wurde die Höchstwertung 8/7 vergeben. Allerdings stehen dem fünf Tiere mit dem Prädikat nb gegenüber, was für eine Clubjungtierschau deutlich zu hoch ist. Hier hätte seitens der Züchter die Schauvorbereitung gewissenhafter erfolgen müssen. 

Clubjungtiermeister wurde mit 32/26 Punkten Stefan Möller. Seine Tiere konnten vor allem aufgrund der großartigen hellstahlblauen Deckfarben überzeugen. Auf Platz zwei folgte knapp Mario Gebhardt mit 32/25 Punkten. Weitere sehr schöne Zuchtgruppen zeigten Mario Gebhard 32/24 P, Michael Knut 32/23 P, Marco Werner 32/21 und 32/20 P. und Klaus Roseneck 32/19 Punkte. 

Die Position 2 Körperform, Typ und Bau wurde überwiegend positiv bewertet. Kritisiert wurden mehrmals eckige Hinterpartien, einmal leicht versteifte Zehen und eine leicht ungleichmäßige Zahnstellung. Die mehrmaligen Kritiken wegen einer leicht eckigen Hinterpartie ist ein Phänomen, das immer wieder auftaucht, gerade wenn man an die Bundeskaninchenschau in Leipzig denkt. Hier müssen wir Züchter bei der Auswahl der Zuchttiere wohl etwas kritischer sein. Leider musste ein Tier wegen einer Geschlechtsmissbildung von der Bewertung ausgeschlossen werden. Wer denkt es sei ein Rammler gewesen, der irrt. Es handelte sich um eine Häsin, bei der die Abtrennung von Vulva zum After nicht vorhanden war. Aufgrund der hohen Temperaturen waren viele Felle noch nicht ganz ausgereift. Dies war der Grund, warum bei vielen Tiere keine positive Bemerkung auf der Bewertungsurkunde geschrieben stand. Dennoch zeigten viele Tiere hervorragende Felle, die dann auch positiv bewertet wurden. Bemängelt wurde etwas weich und leicht überstehende Grannen, im Verhältnis 5:7. Die leicht überstehenden Grannen sind auch immer wieder ein Problem, das nur auf züchterische Weise zu bekämpfen ist. Hier müssen wir Züchter einfach mehr auf die kürzeren Felle hin züchten. So werden auch die überstehenden Grannen verschwinden. Tiere mit diesem Problem haben meist eine Fellhaarlänge, die die 3,00 cm überschreitet. Auch in der Position 3 Fellhaar musste ein Tier von der Bewertung ausgeschlossen werden. Grund hierfür war eine Kahlstelle am Hinterlauf. In der Position 4 Kopf und Ohr wurde das Teilkriterium Kopf überwiegend positiv bewertet, bei den Ohren hingegen wurden faltige Ohren und dünne Ohrstrukturen festgestellt. Die Köpfe der meisten Tiere waren ansprechend aber nicht überragend markant. Die Position 5 Deckfarbe bleibt weiterhin das Ausscheidungskriterium bei den blauen Holicern. Aber zuerst einmal möchte ich Thomas Reusche ein Lob aussprechen. Er hat die schön hellstahlblauen Tiere herausgestellt aber auch die dunkleren Tiere entsprechend gestraft. Gerade die hellstahlblaue Deckfarbe ist eines der wichtigsten Kriterien unserer blauen Holicer. Auch hat der Preisrichterkollege ein großes Augenmerk auf die Augenfarbe gelegt, was auch nicht bei jeder Bewertung der Fall ist. Kritikpunkte waren wie schon geschrieben die dunklen Deckfarben und bei fünf Tieren die etwas dunkle Augenfarbe. Auch gerade beim letzten Kritikpunkt sieht man „es nicht alles Gold was glänzt“, Tiere mit fehlerhafter Augenfarbe sind immer noch zu finden. Das wissen wir Züchter, aber selbst denke ich ganz gut. Vier Tiere wurden wegen zweierlei Krallenfarbe von der Bewertung ausgeschlossen, was für unsere Clubarbeit doch ernüchternd ist. Der größte Teil der gezeigten Holicer wurde in der Position Unterfarbe positiv bewertet. Ich denke hier gibt es auch keinen großen Grund für negative Bemerkungen. 

Bei der diesjährigen Clubjungtierschau haben die Züchter des Holicer Clubs Thüringen wieder zwei wunderschöne Tage in Dienstedt verbringen können. Auch war die gezeigte Anzahl der Tiere hervorragend. Hier hat jeder Aussteller eine Standortbestimmung und wichtige Hinweise für Zucht erhalten.  Auch gerade die negativen Bemerkungen schärfen nochmals die Sinne unserer Clubzüchter und zeigen, dass wir bei unseren Holicern noch nicht angekommen sind, wo manch ein Züchter denkt. Am Ende möchte ich mich im Namen der Clubzüchter des Holicer Club Thüringen bei Marco Werner für die hervorragend organisierte Schau bedanken.     

 

  

Stefan Möller

Vorstand Blaue Holicer Club Thüringen